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Bearbeitung: Christoph Spanier

„DU IRRST, LYSISTRATE!“

Die Rede der Hetäre Megara an Lysistrate und die Frauen von Athen

Mittwoch 01. September 18:00 Uhr

Mit Christine Münster Domke

Lesung im Rahmen einer Veranstaltung des FriedensNetz Saar zum Antikriegstag auf dem Landwehrplatz vor dem Theater im Viertel

Erstmals findet im Rahmen der Antikriegstagskundgebung eine Lesung statt: Aus Christine Brückners „WENN DU GEREDET HÄTTEST, DESDEMONA – Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ liest Christine Münster-Domke „Du irrst, Lysistrate! Die Rede der Hetäre Megara an Lysistrate und die Frauen von Athen.“

“Lysistrata” (`Heeresauflöserin´), Hauptfigur in der Antikriegskömödie des Aristophanes, erfährt bei Christine Brückner durch die ungehaltene Rede der ungehaltenen Hetäre Megara einen wohldurchdachten Einspruch gegen deren Aufforderung, sich den Männern zu verweigern, um Kriege zu verhindern.

Sprachlich virtuos, unterhaltend wie erhellend sind die 1983 entstandenen ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen nach wie vor richtungsweisend für einen – zwar fiktiven jedoch realistischen – Einspruch aus weiblicher Perspektive.
Christine Brückner, 1921-1996, war eine der erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen. Ihre ungehaltenen Reden erfuhren Übersetzungen in zahlreiche Sprachen. Die Monologe begründeten auch Brückners Erfolg als Theaterautorin und gehörten zu den meistgespielten zeitgenössischen Theaterstücken.

Angesichts der sich zuspitzenden Krisen und Katastrophen fordert die Friedenbewegung ein sofortiges Umsteuern zu Abrüstung und Entspannung. Wir unterstützen den Aufruf des DGB zum 1.09.2021 (PDF-Download), in dem es heißt:
„Es ist höchste Zeit, das Ruder herum zu reißen! Wir benötigen die Rüstungs-Milliarden dringend für andere Zwecke. Im Zuge der Corona-Krise haben sich die sozialen Ungleichheiten und die Verteilungskonflikte in unserem Land und weltweit verschärft. Auch jenseits der Auswirkungen der Pandemie zeigt sich, wie sehr wir auf einen starken und solidarischen Sozialstaat angewiesen sind, der über solide Finanzierungsgrundlagen verfügt.“

Aus dem Statement des FriedensNetz Saar