Grafik: Christoph Spanier

EROTISCHE STUNDE

Texte von Sonja Ruf und Marguerite Duras

Dienstag 08. März 19:30 Uhr

Präsentiert von Katharina Fiedler und Birgit Giokas

Karten: 15,- Euro / 10,- Euro

Anlässlich des Internationalen Frauentages 2022

Zum internationalen Frauentag lädt das Theater im Viertel in der Reihe „Erotische Stunde“ zu einer ganz irdisch-liebevollen Lesung mit einschlägigen Texten von Sonja Ruf und Marguerite Duras ein. Sonja Rufs Bücher „Zwischen Koch und Kellner“ und „Die Liebenden von Starbitz“ erzählen von „erotischen Begegnungen, die von kleineren oder größeren Tragödien durchkreuzt werden, die am Ende jedoch sogar etwas Gutes haben.“
Marguerite Duras‘ „Der Liebhaber“, die Geschichte einer französischen Lolita, ist die wohl legendärste Amour fou der Weltliteratur. Die Ich-Erzählerin träumt sich in diesem autobiografisch geprägten Roman zurück in ihre Jugend in Indochina, erinnert sich dabei an die qualvolle Enge in der vaterlosen Familie. Einziger Lichtblick und Ausweg aus diesem familiären Gefängnis scheint die exotische Beziehung zu einem chinesischen Millionärssohn, der fast doppelt so alt ist wie sie. Mit Lust gibt sie sich ihm hin, genießt dabei auch den Skandal.

Sonja Ruf, seit 1990 Veröffentlichungen, Stipendien und Auszeichnungen, zuletzt Stadtschreiberin in Gotha und Stipendiatin im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Sie schreibt ihre sinnlichen Texte aus der Perspektive der Frau und stellt ihre Heldinnen stets in den Kontext der gesellschaftlichen Bedingungen. Sonja Ruf wohnt in Saarbrücken. Zuletzt veröffentlichte sie eine Erzählung in den aktuellen Saarbrücker Heften. In der FrauenGenderBibliothek Saar leitet sie seit 2014 zum Kreativen Schreiben an.

Marguerite Duras, 1914-1996, wuchs in Französisch-Indochina auf, 1931 Paris, Studium Mathematik, Jura und Politikwissenschaft. Seit 1940 Mitglied der Resistance. „Un barrage contre le Pacifique“ (1950), war ein Erfolg und brachte ihr beinahe den Prix Goncourt ein. Internationale Bekanntheit erlangte sie schließlich 1959 mit dem Drehbuch zu dem Film „Hiroshima, mon amour“, das zum ersten Mal die noch bis in die 1990er Jahre als Tabu behandelte Demütigung und Ächtung französischer Frauen thematisierte, denen sogenannte „horizontale Kollaboration“ vorgeworfen wurde, in erster Linie Liebesbeziehungen mit deutschen Besatzungssoldaten. Ihre Romane waren immer wieder autobiographisch geprägt, so beispielsweise „L’amant“ (1984, dt. Der Liebhaber), für den sie 1984 den Prix Goncourt erhielt, oder „L’amant de la Chine du Nord“ (1991, dt. Der Liebhaber aus Nordchina). In beiden Werken beschrieb sie ihre turbulente Kindheit und ihre frühen Liebeserfahrungen im Indochina der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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