Pianist Thomas Layes und Sänger Ralf Peter beim Konzert

Foto: Clarissa Dahmen

MUSIK-SALON „Melodram“

Gesprochene Gedichte über anrührenden Klavierkompositionen

Sonntag 10. April 17:00 Uhr

Mit Ralf Peter (Rezitation) und Thomas Layes (Klavier)

Karten: 15,- Euro / 10,- Euro

Außergewöhnliche Kompositionen aus einem beinahe vergessenen Genre, in welchem gesprochene Lyrik auf Klaviermusik trifft!
Der April rückt im „Musik-Salon am Sonntag“ eine selten aufgeführte, aber kulturhistorisch hochbedeutende Bühnengattung in den Fokus, das Melodram. In ihm erklingen gesprochene (nicht gesungene!) Texte zu Musik. Auf neue Art konnten damit Komponisten Gedichten besonderes Gehör verleihen.
„Vom Winde verweht“, „Titanic“ etc. – Geht es um große Gefühle im Film, fällt der Begriff „melodramatisch“. Es gilt als typisch Film, wenn der subtile Einsatz von Musik die Emotionen hochkommen lässt. Dabei hat das Melodram als effizientes künstlerisches Theaterverfahren seinen Ursprung bereits in der Zeit der französischen Aufklärung, angefangen mit Rousseaus Pygmalion. Und es gibt Stimmen, die es ein „demokratisches Medium“ nennen, denn es will die Haltungen aller Figuren aufzeigen und verdeutlichen.
Im Musikbereich versteht man unter Melodram – von griechisch melos „Lied“ und drama „Handlung“ – sowohl ein Bühnenstück, in dem sich gesprochener Text, Gestik und Instrumentalmusik überlagern, ohne dass wie in der Oper gesungen wird, als auch ein entsprechend gestaltetes Konzertstück.
Im Zentrum unseres Musik-Salons stehen großartige Gedichte von Eichendorff, Hebbel, Heine, Lenau, Schiller, Turgenew und Uhland, im 19. Jahrhundert durch Komponistengrößen wie Arensky, Haslinger, Hummel, Liszt, Nietzsche, Schubert, Schumann oder Strauss auf sehr unterschiedliche Art in Musik gesetzt.
Mal besinnlich-lyrisch oder sentimental-nostalgisch, mal düster-schaurig oder balladenhaft-expressiv, entstehen stummfilmartige Visionen, zeigt sich die große künstlerische Bandbreite eines zu Unrecht vernachlässigten Genres.

„Ohne die Technik des Melodrams hätte sich der Film kaum zu einem unverzichtbaren Medium entwickelt.“

M. Saary, Österr. Musiklexikon online

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