Thema 2022/23

Offene Zukunft?!?

Zukunft sollte für Offenheit stehen.
Aus den unzähligen Möglichkeiten die eine Wirklichkeit zu bilden, scheint ein Schöpfen aus einem unendlichen Ozean des Denkbaren zu sein. Und doch: die Prognosen, die naturwissenschaftlichen wie die gesellschaftlichen, sehen so ganz und gar anders aus. Der Chor jener Stimmen, die das Ende der menschlichen Lebenswelt und damit das Ende aller unserer Möglichkeiten glaubhaft vorher sagen, scheint mit jedem Tag zu wachsen.

Ein großer Teil der Jungen Generation geht mit Fridays For Future auf die Straße, nicht um für diese oder jene spezielle Forderung zu kämpfen, sondern für die Möglichkeit einer (guten?) Zukunft überhaupt.

Es steht also offensichtlich viel auf dem Spiel. Vielleicht mehr, als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. In den nächsten Dekaden werden die Weichen gestellt werden, die letztgültig darüber entscheiden, ob die Menschen ihrem eigenen Aussterben weiter zuarbeiten oder ob sie sich als Kollektiv auf eine Form des Guten Lebens rück besinnen werden, die das Schlimmste verhindern und die theoretische Offenheit der Zukunft zumindest als Möglichkeit erhalten kann.

In solchen Zeiten will das Theater im Viertel sich ab der Season 2022/23 im Rahmen seines Hausspielplans daher schwerpunktmäßig den Zusammenhängen und Wechselwirkungen von Gesellschaft und Klimakatastrophe widmen und aus verschiedensten Perspektiven die existentielle Frage nach der Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft stellen.

Katharina Molitor – Künstlerische Leitung

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