Mai 2025
Musik-salon am Sonntag
Astrid Hensler (Sopran)
Thomas Layes (Klavier)
„schlummerndes Licht“
Lieder und Klavierstücke der Komponistengeschwister Fanny und Felix Mendelssohn
Als kompositorischer Seelen-Dialog des Geschwisterpaars Fanny Hensel und Felix Mendelssohn erklingen auf Lyrik von Goethe, Klopstock, Eichendorff, Heine, Lenau, Rückert und Tieck Fanny Hensels Klavierlieder Op. 7 und 9 und Felix Mendelssohns Op. 86, einige von dessen „Liedern ohne Worte“ sowie weitere Vokal- und Klavierstücke der beiden.
Fanny und Felix entstammten der angesehenen bürgerlich-jüdischen Familie Mendelssohn. (Ihr Großvater war der bedeutende Philosoph Moses Mendelssohn – Vorbild für Lessings „Nathan der Weise“.) Seit ihrer Kindheit genossen beide eine sehr umfassende musikalische Ausbildung und hinterließen in kurzer Lebensspanne 500 bzw. 750 Kompositionen.
Das Werk von Fanny Hensel (1805–1847), auch hervorragende Pianistin, Dirigentin und Konzertorganisatorin, wurde der Öffentlichkeit zum größten Teil erst seit 1964 bekannt.
Veröffentlichungen zu Lebzeiten wurden ihr familiärerseits weitgehend untersagt, obwohl ihr Gatte, der Maler Wilhelm Hensel, sie in ihrem kompositorischen Wirken unterstützte. In ihren Berliner „Sonntagsmusiken“ schuf sie jedoch einen halböffentlichen Raum, wo sie mit eigenen Stücken solistisch auftrat und auch größere Werke dirigierte. Viele davon entstanden in engem Austausch mit ihrem Bruder Felix – und werden meist als progressiver und nonkonformer angesehen.
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), einer der bedeutendsten Komponisten der deutschen Romantik, trug auch wesentlich zur Wiederentdeckung der Werke Händels und Bachs bei. Als erster „moderner“ Dirigent entwickelte er im Leipziger Gewandhaus eigene Konzertformate und gründete in Leipzig Deutschlands erstes Konservatorium. Der „Mozart des 19. Jahrhunderts“ (so Schumann) wurde von Wagner antisemitisch verleumdet und war 50 Jahre nach seinem Tod fast vergessen. Von den Nazis verboten, wurde er erst seit den 1960er-Jahren rehabilitiert, und nur allmählich wird die hohe Qualität seiner breit gefächerten Ästhetik erkannt.
Die Konzertreihe Musik-Salon am Sonntag, „inzwischen mit Kultstatus veredelt“ (so Martina Krawulsky in der SZ), wurde 2020 von Tenor Ralf Peter und Pianist Thomas Layes in der Absicht begründet, neugierigen Ohren eine Melange aus Bekanntem und Rarem zum Five O’Clock zu kredenzen – garniert mit informativen Publikumsplaudereien…
Mit freundliche Unterstützung der Landeshauptstadt Saarbrücken!
MITWIRKENDE
Astrid Hensler (Sopran), Thomas Layes (Klavier), Ralf Peter (Moderation)
Dauer ca. 90 Minuten inkl. Pause
KARTEN
Normalpreis: 15,– Euro
Ermäßigt: 10,– Euro*
Kinder bis 12 Jahre: 6,50 Euro
*Berechtigte siehe „Karten” im Hauptmenü