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Februar 2026

Musik-Salon am Sonntag
„Weltreise mit Trompete“

Konzert mit Leo Bachmann

Leo Bachmann
© Iris Maurer

„Eine Reise um die Welt, durch die Jahrhunderte und das gesamte Farbspektrum der Trompetenfamilie“, so beschreibt der bereits erstaunlich versierte 20-jährige Leo Bachmann sein Konzertprogramm für den 31. „Musik-Salon am Sonntag“, in dem er neben der Trompete auch Flügelhorn, Kornett und Piccolotrompete zum Klingen bringt. – „Bei der Programmgestaltung für dieses Konzert war mir vor allem eines wichtig: Vielfalt! Und zwar in jeglicher Hinsicht. Wenngleich das allgemein bekannte Trompetenrepertoire gerne auf eine Hand voll Klassiker reduziert wird, so finden sich doch immer wieder Werke und Komponisten, die sich dem entgegenstellen.“

Und so bringt Leo Bachmann Alexander Goedickes “Konzertetüde”, op. 49 und das Trompetenkonzert in b-Moll, op. 41, in welchem für ihn die russische Spätromantik in einem ständigen Wechsel von Kadenzen und teils martialischen Passagen zum Vorschein kommt („eine wahre Spielwiese für Trompeter“), oder Anthony Plogs “Scherzo” für Trompete und Klavier „mit wilden rhythmischen Verschiebungen und Taktwechseln als typisches Beispiel für die amerikanische Trompetenliteratur des 21. Jahrhunderts“. Es folgt ein Ausflug nach England, „dem Mutterland der Brass Bands“ (die ehemaligen Bergmanns- und Fabrikarbeiterkapellen), mit Peter Grahams “Meditation”, einem großen Flügelhorn-Solo aus „The Triumph of Time”, „dem Ruhepol eines hochvirtuosen und anspruchsvollen Meisterwerks“. Den „runden Kornett-Klang“ findet Bachmann im Frankreich des frühen 20. Jahrhunderts bei Philippe Gauberts “Cantabile et Scherzetto” („Träumereien, leichte Spielerei mit französischem Charme“) und in Dänemark bei Thorvald Hansens „Kornett-Sonate“ in drei Sätzen unterschiedlichen Charakters von 1915. Die Reise durch Zeiten und Räume endet im barocken Italien des frühen 18. Jahrhunderts mit Pietro Baldassaris erster Sonate, „die beste Möglichkeit, um die Farbe der Piccolotrompete ebenfalls einzubinden“. Das Programm wird mit einzelnen Klavierstücken kontrastiert.

Leo Bachmann, Jahrgang 2005, erhielt ersten Unterricht mit 5 Jahren, seit 2012 ergänzt durch Jazztrompete bei Niklas Müller sowie Ralph “Mosch” Himmler. Er wurde 2020 Jungstudent an der HfM Saar, wo er seit 2023 bei Prof. Robert Hofmann studiert. Meisterkurse führten ihn zu namhaften Trompetern wie Miroslav Petkov (Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam), Klaus Bräker (HfM Detmold), Tobias Füller (HfM Lübeck und Düsseldorf), Sava Stoianov (Ensemble Modern), Jens Böcherer (Badische Staatskapelle Karlsruhe), Chris Dicken (Mahler Chamber Orchestra), Bassam Mussad (Düsseldorfer Symphoniker) und Julian Zimmermann (Barocktrompete). Er spielte in zahlreichen Orchestern: Landesjugendorchester sowie Jugendjazzorchester Saar, JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saar und LandesJugendBlasOrchester Rheinland-Pfalz, Landesjugendposaunenchor der evangelischen Kirche im Rheinland, sowie als Aushilfe: Big Band der Polizei des Saarlandes, Blechbläser der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, Saarländisches Staatstheater, Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim, Silent Explosion Orchestra und Brass Band Hessen. Auch spielte er zusammen mit international anerkannten Musikern wie Andreas Hofmeir, Markus Stockhausen, Gilad Atzmon, Helmut Eisel, Nicole Johänntgen und Nils Landgren.

Noch ein paar Bemerkungen zur Trompete: Das höchste der Blechblasinstrumente wird zuweilen auch als deren „Königin“ bezeichnet. Ihre Vorläufer fanden sich bereits in Pharaonengräbern oder wurden im Alten Testament und bei Homer erwähnt. Sie kann sehr weich klingen, mit ihrem kraftvollen, edlen und brillanten Klang aber auch mühelos ein ganzes Orchester überstrahlen, mit einem Schalldruck, der lauter sein kann als ein Düsenjet beim Start. Um einen Ton zu erzeugen, wird die Luft von innen gegen die gespannten Lippen geblasen, die dadurch schwingen und zu klingen anfangen, was sich auf das Instrument überträgt. Die Lippenschwingungen müssen mit der schwingenden Luftsäule im Instrument exakt synchronisiert sein – wobei sich z.B. beim dreigestrichenen C die Lippen ca. 1000 mal pro Sekunde öffnen und schließen!

Die Konzertreihe „Musik-Salon am Sonntag“ fühlt sich insbesondere auch den Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern verpflichtet, die zusammen mit dem Pianisten Thomas Layes an ihren Konzertprogrammen arbeiten können.

Der „Musik-Salon“ wird unterstützt von der Landeshauptstadt Saarbrücken.

MITWIRKENDE
Leo Bachmann (Trompete)
Thomas Layes (Klavier)

Sonntag 08. Februar 17:00 Uhr
SPIELORT: Verlegt in die SPARTE 4, Adresse: Eisenbahnstraße 22, 66117 Alt-Saarbrücken

KARTEN
Normalpreis: 15,– Euro
Ermäßigt: 10,– Euro*
Kinder bis 12 Jahre: 6,50 Euro

Inhaber der SozialCard zahlen nur die Hälfte vom Normalpreis, wenn noch Plätze frei sind.

*Berechtigte siehe „Karten” im Hauptmenü

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