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November 2026

Pronombres de Guerra

Pronomen des Krieges

© pdg
© pdg

Ein Soldat taucht in den Archiven des Chaco-Krieges auf.
Sein Name war Manuel Villalba. Doch die Dokumente schaffen es nie, ihn eindeutig zu benennen.
Der Chaco-Krieg zwischen Paraguay und Bolivien (1932–1935) gilt als einer der brutalsten Konflikte Lateinamerikas im 20. Jahrhundert. Gekämpft wurde um die Region Gran Chaco – ein Gebiet, in dem man Erdöl vermutete. Tausende Menschen starben durch Krieg, Hunger und extreme Hitze.
Fast hundert Jahre später wird genau diese historische Leerstelle zum Ausgangspunkt von PRONOMBRES DE GUERRA, der neuen Arbeit des paraguayischen Regisseurs David Amado.
Das Stück verbindet dokumentarisches Theater, historische Archive, Klangkunst und Performance und stellt die Frage, wer überhaupt das Recht hat, Teil der offiziellen Erinnerung eines Landes zu werden.
Auf der Bühne stehen trans und transmaskuline Männer aus Paraguay und lesen Dokumente, die über Körper wie ihre sprechen. Vergangenheit wird plötzlich Gegenwart: Das Archiv wird zu Erfahrung, Konflikt und lebendiger Realität.
David Amado, geboren 1988 in Asunción, arbeitet seit Jahren an der Schnittstelle von dokumentarischem Theater, politischer Erinnerung und zeitgenössischer Bühnenkunst. Für seine Arbeiten erhielt er unter anderem den Seed Award des Prince Claus Fund sowie mehrere Premios Edda des paraguayischen Theaters.
Mit PRONOMBRES DE GUERRA stellt Amado eine unbequeme und zugleich dringliche Frage:
Welche Leben verdienen es, von der Geschichte erinnert zu werden – und welche werden bis heute aus ihr ausgeschlossen?

MITWIRKENDE
Theatergruppe von David Amado

Donnerstag 26. November 19:30 Uhr

Freitag 27. November 19:30 Uhr
Samstag 28. Novemner 19:30 Uhr

KARTEN
Normalpreis: 15,– Euro
Ermäßigt: 10,– Euro*
Kinder bis 12 Jahre: 6,50 Euro

*Berechtigte siehe „Karten” im Hauptmenü

Reservierung

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